Nachhaltigskeitsberatung

Nachhaltigkeit ist kein Verlustgeschäft.

Der Begriff der Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft orientiert sich in den letzten Jahren zunehmend an den 17 Nachhaltigkeitszielen, auch als Sustainable Development Goals bekannt, der UN. Sie wurden definiert, um das Wirken der Menschheit auf dem Planeten nachhaltiger zu gestalten. Nicht alle dieser Ziele haben eine Auswirkung auf das Bauen in Deutschland. Nur eine Hand voll von ihnen werden berücksichtigt. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. – nutzt diese globalen Nachhaltigkeitsziele als Grundlage für ein Kriterienkatalog, der konkrete Anforderungen an Gebäude formuliert und ihnen, je nach Erfüllungsgrad, eine Silber-, Gold- oder Platin-Auszeichnung zertifiziert. Gebäude werden hierbei in unterschiedliche Nutzungsklassen (Wohngebäude, Hotel, Bürogebäude, Laborgebäude etc.) unterteilt.

Den jeweiligen Nutzungsklassen ist ein Anforderungskatalog hinterlegt, der aus sechs Kriterienklassen besteht: Ökologische Qualität, Ökonomische Qualität, soziokulturelle und funktionale Qualität, technische Qualität, Prozessqualität und Standortqualität. Diese Qualitätsblöcke bestehen aus einzelnen Kriterien. Das kann das Kriterium „Thermischer Komfort“ sein bei dem über das ganze Jahr hinweg im Gebäude ein thermischer Komfort zu gewährleisten ist, welcher der vorgesehenen Nutzung entspricht und für eine angemessene Behaglichkeit sorgt, oder das Kriterium „Barrierefreiheit“ bei dem das Ziel ist, die gebaute Umwelt jedem Menschen, unabhängig von seiner persönlichen Situation, uneingeschränkt zugänglich und nutzbar zu machen. Indikatoren für die erfolgreiche Erreichung dieser Kriterien sind vorgegeben und ihr Erfüllungsgrad spiegelt sich in der finalen Gebäudeauszeichnung wider.  

Diese Kriterien zeigen aber auch, dass die Anforderungen an die Zielerreichung ein Umdenken der Bauherren erfordert. Insbesondere bei denjenigen, die bislang die Errichtung und Sanierung eines Gebäudes nur aus einem betriebswirtschaftlichen Blickwinkel betrachtet haben. Dieser reinen ökonomischen und leider meist recht kurzsichtigen Orientierung setzt das DGNB-System eine umfassendere Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes entgegen. Ein Gebäude wird als Organismus verstanden, dass bei seiner Entstehung ressourcenschonend geplant und gebaut werden sollte, bei dem der zukünftige Betrieb Co2-neutral erfolgen muss, dessen eventuelle Nutzungsumwandlung ohne zusätzlichen Ressourceneinsatz erfolgen muss, und nicht zuletzt bei dessen Rückbau so viele Materialien wie möglich wiederverwendet werden sollen.  

Unbestritten ist dieser Ansatz mit höheren Investitionen verbunden. Verwendete Materialien müssen höheren ökologischen Kriterien entsprechen, Bauprozesse und verwendete Produkte müssen umfangreicher dokumentiert werden, einstmals verkaufbare Wohnfläche muss nachhaltigen Verwendungszwecken weichen. Das alles wird mehr Geld kosten. Aber im Gegenzug erhält man nicht nur ein Gebäude, dass eine höhere Wertbeständigkeit vorweisen kann, sondern auch höhere Verkaufs- und Vermietungspreise erzielen wird. Immobilien, die diese Standards nicht erreichen, werden zukünftig auf dem Institutionellen Immobilienmarkt schwer bis gar nicht zu verkaufen sein. Die DGNB ist das meistgenutzte Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen im deutschsprachigen Raum mit zahlreichen Ablegern weltweit. Professionelle Investoren kennen das System, kennen die Kriterien und können die Qualität eines nach dem DGNB-System zertifizierten Gebäudes schnell einschätzen.  

Neokeen ist Mitglied der DGNB. Wir bauen seit Jahren nachhaltig und haben hieraus ein Geschäftsmodell entwickelt. Alfonso Cobo Parga ist zertifizierter DGNB-Consultant, der institutionelle Investoren bei der Planung und Realisierung nachhaltiger Bauten berät.

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